Geschichte

Gucci Erbe
Von 1921 Bis Heute

Seit 90 Jahren steht Gucci für Qualität, italienische Handwerkskunst und Modebewusstsein.

1921

Guccio Gucci eröffnet eine Lederwaren-werkstatt und ein kleines Geschäft für Gepäckstücke in seinem Heimatort Florenz. Jahrelang hatte er im Londoner Savoy Hotel gearbeitet und dort die edle Ästhetik des englischen Hochadels erlebt. Diese überträgt er nun auf Italien, und zwar mit exklusiven Lederwaren aus toskanischer Meisterhand.

1930

Binnen weniger Jahre hat die Marke international ernormen Erfolg bei einer weltgewandten Klientel, die sich um die Reitsport-inspirierte Kollektion von Taschen, Koffern, Handschuhen, Schuhen und Gürteln reißt. Die Trensen- und Steigbügelmotive stammen unverkennbar aus dieser Welt und werden zu bleibenden Symbolen des Modehauses, die für eine zunehmend innovative Design-Ästhetik stehen.

1940

Angesichts des Mangels an herkömmlichen Rohstoffen während der schwierigen Jahre der faschistischen Diktatur in Italien erwirbt sich Gucci den Ruf eines Unternehmens von außergewöhnlicher Kreativität und höchstem Erfindungsreichtum. Die Bambus-Tasche kommt auf den Markt und wird zu einem der ersten einer Vielzahl von Klassikern aus dem Hause Gucci. Die Tasche, die beim Adel ebenso beliebt wird wie bei Prominenten, ist auch heute noch erhältlich.

1950

In den Fünfzigerjahren wird der vom Sattelgurt inspirierte grün-rot-grüne Gucci-Webstreifen zu einem großen Erfolg. Es zählt noch heute zu den bekanntesten Markenzeichen des Unternehmens. Mit Geschäftseröffnungen in Mailand, New York, London, Palm Beach, Paris und Beverly Hills beginnt Gucci, sich eine internationale Präsenz als Symbol des modernen Luxus aufzubauen. Guccio Gucci stirbt im Jahr 1953. Seine Söhne Aldo, Vasco, Ugo und Rodolfo übernehmen das Unternehmen.

1960

Gucci stellt Produkte vor, die von Persönlichkeiten und Prominenten geliebt werden und wird für sein zeitloses Design berühmt. Jackie Kennedy trägt die Gucci Schultertasche, die heute nur noch als „Jackie O“ bezeichnet wird. Liz Taylor, Peter Sellers und Samuel Beckett tragen die strukturlose Unisex-Hobo-Tasche. Der klassische Mokassin mit Trensenspange wird Teil der permanenten Kollektion des Costume Institute im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Der berühmte Maler Vittorio Accornero kreiert für Grace Kelly den Seidenschal mit dem Flora-Druck. Ende der 1960er-Jahre führt Gucci das legendäre doppelte, ineinandergreifende G als Logo ein.

1970

Gucci setzt seine internationale Expansion fort, wie Aldo Gucci das stets vorgesehen hatte, und nimmt den Markt in Fernost ins Visier. In Hongkong und Tokio werden die ersten Boutiquen eröffnet. Das Unternehmen steigert und diversifiziert die Produktion. Signifikante Forschungsarbeiten zu luxuriöseren Materialien und innovativen Design-Ansätzen werden durchgeführt, ohne dabei die legendäre Qualität und Handwerkskunst anzutasten, die seit jeher als Synonym für die Marke Gucci stehen. In Casellina, in der Nähe von Florenz, wird eine neue Produktionsstätte eröffnet, die noch heute das Herz der Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionstätigkeit von Gucci ist. Die großen Klassiker leben in neuen Schattierungen und Farben wieder auf und neue Produktkategorien werden eingeführt.

1980

1982 wird Gucci Aktiengesellschaft, und die Firmenleitung geht an Rodolfos Sohn Maurizio Gucci über, der 50% der Aktien besitzt. Investcorp, eine Investmentgesellschaft mit Sitz in Bahrain, erwirbt Ende der 1980er Jahre die übrigen 50% der Anteile von Aldo Gucci und dessen Nachfahren.

1990

Gucci findet durch eine bahnbrechende Mischung aus Tradition und Innovation zu internationalem Renommee zurück. 1994 wird Tom Ford Creative Director. Er verleiht der Marke einen Hauch von Wagemut und Provokation, der bei Prominenten und der gesellschaftlichen Elite großen Anklang findet.

2000

Gucci erzielt enormen globalen Erfolg und wird zur begehrtesten Luxusmarke der Welt erklärt. Frida Giannini, ehemals Creative Director of Accessories, wird 2006 zum alleinigen Gucci Creative Director. Aufbauend auf dem reichen Erbe und der unvergleichlichen Handwerkskunst des Hauses, kreiert Giannini eine einzigartige Vision für Gucci, die Vergangenheit und Gegenwart, Geschichte und Moderne vereint. Unverkennbare Symbole des Modehauses werden mit frischem Flair neu interpretiert, darunter Flora, La Pelle Guccissima, New Jackie und New Bamboo.